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Die höchste Auszeichnung des Landes Kärnten, der „Kärntner Landesorden in Gold“, wurde am Dienstag 6. Dezember dem früheren Bundespräsidenten Heinz Fischer auf einstimmigen Regierungsbeschluss hin verliehen.

Gleichzeitig wurde Dr. Heinz Fischer auch der „Europaeus 2016“ verliehen. Die ehemalige Intendantin des Carinthischen Sommers, Gerda Fröhlich, hielt die Laudatio
Die frühere Intendantin thematisierte aber auch die Flüchtlingspolitik – sie sollte von Rationalität und Humanität geprägt sein. Fröhlich holte
Linda Obuchanova aus Tschetschenien und Mahdi Alizada aus Afghanistan, beide besuchen die Wirtschaftsakademie Villach, ans Podium. Die beiden jungen Leute erzählten, wie sie als Flüchtlinge nach Kärnten kamen, hier Hilfe erfuhren, Deutsch lernten und eine Schulausbildung begannen.

Sylvia Gstättner, die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten, dankte Fischer im Namen der 33.000 Unternehmerinnen und Unternehmer Kärntens. Er sei insbesondere nach der europäischen Ostöffnung wesentlicher Tür- und Toröffner gewesen, habe so auch entscheidend zu wirtschaftlichen Erfolgen beigetragen.

Mit seiner musikalischen Umrahmung der Feierstunde begeisterte der erst neunjährige
Pianist Elias Keller den Geehrten und die zahlreichen Anwesenden aus dem öffentlichen Leben Kärntens.

Text: Melitta Trunk

 

Linda:

Für Herrn Dr. Fischer war 2004 das erste Amtsjahr als Bundespräsident. Und ebenso lange bin ich in Österreich, und seit einer Woche glückliche Österreicherin.

Als Kind habe ich von meinen Eltern von Europa gehört und damals habe ich mir Europa als große Stadt vorgestellt und bin dann in einem Teil Europas in Österreich, in Traiskirchen gelandet, dort war es immer sehr kalt , obwohl wir in einem kleinen Raum mit 4 Familien lebten.

Nach mehreren Stationen haben wir unsere Heimat in Villach gefunden. Und hier mache ich in einem Jahr die Matura an der Wirtschaftsakademie in Villach.

Und in all den 12 Jahren waren Sie für mich die Vaterfigur von Österreich- und dafür danke ich Ihnen

Mahdi :

Nach einem langen Fluchtweg ….über viele Berge, Meere bin ich allein ohne meine Familie nach Österreich. Ich bin seit Oktober 2015 gekommen.

Und obwohl ich erst so kurz da bin ist es heute meine 2. Begegnung mit dem Herr Bundespräsidenten. Und darauf bin ich stolz!!!!

Ich bin sehr froh, dass ich hier meine Heimat gefunden und eine neue Kultur kennenlernen darf und dass ich hier eine gute Ausbildung an der Wirtschaftsakadmie erleben darf.

Und Sie Herr Bundespräsident Dr. Heinz Fischer stehen sehr ehrlich und glaubwürdig für das offene, tolerante, herzliche Österreich für Menschenrecht und Chancen und Möglichkeit für Menschen aus anderen Ländern. DANKE

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